Cyber Security für Anlagen

Cyber-Angriffe auf die Industrie nehmen zu

878 494 Juri Lasse Raffetseder

Das Bundesamt für Verfassungsschutz warnt deutsche Unternehmen vor Cyber-Angriffen der Hackergruppen „Killnet“ und „REvil“. Killnet führt aktuell eine Kampagne gegen diverse deutsche Websites aus Privatwirtschaft und Forschung und veröffentlichte auf dem Messenger-Dienst Telegram eine Liste von deutschen Unternehmen, die mit sogenannten DDos-Attacken angegriffen werden sollen. Die Gruppe REvil war früher bereits aktiv und ist nun wieder aufgetaucht. Sie ist bekannt für ihre Arbeit mit Ransomware-Angriffen.

Aus diesem Grund veröffentlichte das Bundesamt nun einen Sicherheitshinweis für die Wirtschaft. Darin heißt es unter anderem, dass es zu DDos- und Ransomware-Angriffen gegen Websites deutscher Unternehmen und Organisationen kommen könnte. DDos-Angriffe sind Attacken, bei denen Websites mit massenhaften künstlichen Aufrufen überlastet werden und zusammenbrechen sollen. Ransomwares verschlüsseln wichtige Daten von Unternehmen. Zur Entschlüsselung wird in der Regel ein Lösegeld in Kryptowährung vom Täter gefordert, wobei grundsätzlich davon abgeraten wird, das Geld zu überweisen. Zu hoch ist die Chance, dass die Entschlüsselung gar nicht oder nur teilweise erfolgt und nach der ersten Zahlung immer weitere gefordert werden.

Wie Hacker arbeiten, wie man Hackerangriffe als Betroffener erlebt und wie man sich dagegen schützen kann, behandelten wir im Jahr 2020 im Rahmen unseres Kolloquiums.

In den vergangenen Wochen erfolgten teils erfolgreiche Angriffe auf die Websites deutscher Behörden. Dazu zählten beispielsweise die Seite der Bundespolizei und die des Bundeskriminalamts. Die in der Liste auf Telegram aufgezählten Unternehmen wurden bisher jedoch nicht im angekündigten Maß angegriffen.

Industrieanlagen, die zum Teil nicht einmal für Wartungsarbeiten komplett angehalten werden und sich im Dauerbetrieb befinden, stellen für Hacker, die Geld erpressen oder einen größeren Schaden verursachen wollen, ein attraktives Ziel dar. Hier müssen Cyber Security-Lösungen entwickelt werden, die speziell auf die komplexen Unternehmensstandorte zugeschnitten sind.

Angriffe auf die Industrie nehmen zu. Das unterstreicht eine Studie des IT-Sicherheitsanbieters Trend Micro, nach der die drei beliebtesten Cyber-Angriffsziele im Jahr 2020 die Branchen der Behörden, der Banken und der Fertigungsindustrie waren. Zudem stieg laut Trend Micro sowohl die Anzahl der Schadsoftware-Arten als auch die Höhe des durchschnittlich geforderten Lösegelds.

Gerade in Zeiten von außenpolitischen Spannungen traten in jüngster Zeit größere Cyber-Angriffe nahezu zeitgleich mit anderen politischen Aktivitäten ein. Der ehemalige Nato-General Koen Gijsbers glaubt bei den Hacker-Attacken schon lange nicht mehr an Zufall, sondern spricht von einem „virtuellen Schlachtfeld“.

Die weyer gruppe empfiehlt Betreibern daher, sich gründlich mit dem Thema Cyber Security auseinanderzusetzen. Gerne unterstützen wir Sie dabei. Besuchen Sie dazu gerne unsere Leistungsseite oder kontaktieren Sie uns direkt unter:

Dr. Florian Merkel
weryer gruppe | horst weyer und partner
Tel.: +49 (0) 2421 – 69 09 11 35
E-Mail: f.merkel@weyer-gruppe.com