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Corona und Digitalisierung Artikelreihe

Der Aufschwung der deutschen Digitalwirtschaft durch Corona

878 494 Juri Lasse Raffetseder

Unsere Artikelreihe zum Thema „Corona und Digitalisierung“ neigt sich dem Ende zu. Einen gelungenen Abschluss zum Thema bietet eine Studie der Unternehmensberatung Arthur D. Little im Auftrag des Digitalverbands Eco. Diese kam zu dem Ergebnis, dass die deutsche Internetwirtschaft durch die Corona Krise nur kurzfristig gebremst wurde. Während andere Branchen noch einige Zeit zur Erholung von den wirtschaftlichen Folgen benötigen werden, gehe die Internetwirtschaft langfristig gestärkt aus der Pandemie hervor.

Durch die vermehrten digitalen Lösungen wie Videokonferenzen, Chatrooms etc. zur Einhaltung der Abstandsvorschriften, beispielsweise aus dem Home-Office, profitierte die digitale Wirtschaft deutlich. Doch auch außerhalb des Berufs spielte das Internet zur Aufrechthaltung des Kontakts zwischen Freunden und Familienmitgliedern und nicht zuletzt im Rahmen des Corona-Informationsaustauschs eine maßgebliche Rolle. In Deutschland wird die Branche laut der Studie in diesem Jahr 145 Milliarden Euro umsetzen und bis zum Jahr 2025 wird es ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 12% geben. Somit rechnen die Macher der Studie mit einem Umsatz von 253 Milliarden Euro im Jahr 2025. Hier sprechen die Studienautoren von einem sogenannten „Katalysatoreffekt“, bei dem digitale Geschäftsmodelle aufgrund der Pandemie gefördert werden und langfristig einen zusätzlichen Wachstumsschub erhalten.

Gegliedert wird die Internetwirtschaft in der Studie in vier Ebenen:

  • Ebene 1 umfasst alles, was einen stationären oder mobilen Internetzugang ermöglicht.
  • Ebene 2 umfasst Hosting und Domain-Anbieter.
  • Ebene 3 umfasst das E-Commerce Geschäft im B2B Bereich, Anbieter von B2C Plattformen sowie Betreiber von beitragspflichtigen Portalen.
  • Ebene 4 umfasst bezahlte Inhalte, die von Akteuren der Ebene von dritten erworben und zur kostenpflichtigen Nutzung bereitgestellt werden. Dazu gehören beispielsweise TV- und Videoanbieter.

Das E-Commerce Geschäft auf Ebene 3 allein generierte dieses Jahr ca. 40% des Gesamtumsatzvolumens (57 Milliarden Euro) und hat laut Studie ein durchschnittliches jährliches Wachstumspotential von 10,3 %. Ein weiteres Drittel des gesamten Umsatzvolumens soll 2020 durch digitale Geschäftsmodelle in Anwenderindustrien, sowie durch die Vermarktung digitaler Inhalte erwirtschaftet werden. Bis zum Jahr 2025 soll sich der Umsatz hier jedoch verdoppeln. Genau so lautet die Prognose für den Bereich der Hosting- und Domainanbieter auf Ebene 2.  Diese haben mit 14 Milliarden Euro Umsatz 2020 zwar einen vergleichsweisen kleinen Anteil am Gesamtvolumen, jedoch erwarten die Experten einen starken Wachstumsschub, der den Umsatz mehr als verdoppeln könnte. Ebene 1 wird hingegen wohl deutlich weniger wachsen.

Laut Thomas Jarzombek, dem Beauftragten des Bundeswirtschaftsministeriums für die digitale Wirtschaft und Start-ups macht die Digitalisierung uns schneller, flexibler und kreativer. Hier habe die Pandemie zu einem „Durchbruch der Homeoffices“ geführt und schonungslos Digitalisierungsdefizite in Unternehmen offengelegt. Jarzombeks Ziel ist es, deutsche Arbeitsplätze in der Digitalwirtschaft noch attraktiver zu gestalten, um mit der Konkurrenz in Kalifornien mitzuhalten. Besonders im Bereich Plattformen und Software sieht der CDU-Politiker Trends, die aus der Pandemie hervorgehen. Diese gilt es zu fördern, ohne Monopole zuzulassen. Bei der „Zügelung“ der Monopolisten könnte die geplante europäische Cloud Gaia-X helfen, da sie Wettbewerbern aller Größen eine faire Chance geben. Mehr zum Projekt Gaia-X erfahren Sie in Teil 1 unserer Artikelreihe.

Hier finden Sie alle Artikel der Reihe „Corona und Digitalisierung“. Haben Sie noch Fragen? Melden Sie sich gerne bei uns:

Juri Raffetseder
weyer gruppe | horst weyer und partner gmbh
Tel: 02421 / 69 09 11 29
E-Mail: j.raffetseder@weyer-gruppe.com

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