Sicherheitsventile

Sicherheitsventile-download-weyer-gruppeDie Verhinderung unzulässig hoher Überdrücke in Prozessanlagen bei Betriebsstörungen ist ein wichtiger sicherheitstechnischer Aspekt und wesentlicher Bestandteil der Auslegung. Hierbei werden häufig als letzte Sicherheitsmaßnahem rein mechanisch arbeitende Überdrucksicherungen, speziell Sicherheitsventile und / oder Berstscheiben, eingesetzt.

Für die Auslegung dieser Überdrucksicherungen ist sowohl die genaue Kenntnis der abgesicherten Prozesse, der unterstellten Störungen und Abblasefälle sowie der zu beachtenden Regelwerke und Berechnungsvorschriften erforderlich.

Das Leistungsspektrum der weyer gruppe im Rahmen der Auslegung von Überdrucksicherungen beinhaltet hierbei den gesamten Weg ausgehend von der Ermittlung der Abblasefälle und -massenströme bis hin zur Auswahl geeigneter Überdrucksicherungen. Selbstverständlich werden hierbei auch zweiphasige Abblasefälle nach den aktuell geltenden Berechnungsvorschriften betrachtet.

Die Fälle, die zu einem Überschreiten eines maximal zulässigen Überdrucks in Teilen von verfahrenstechnischen Produktionsanlagen führen, können sehr vielfältig sein, werden aber immer durch einen zu hohen Energieeintrag in das zu betrachtende System erzeugt.

Dies können überschießende exotherme Reaktionen sein aber auch unbeabsichtigtes Absperren von Anlagenteilen oder der klassische Brandfall, um nur einige zu nennen. Alle infrage kommenden Betriebsstörungen und nicht zu vergessen auch Störungen während einer Inbetriebnahme oder des An- und Abfahrens der Anlage müssen erfasst werden. Dazu steht eine strukturierte Vorgehensweise zur Verfügung.

Nach der Analyse möglicher Störungen oder außerordentlicher Betriebszustände werden dann die Fälle näher untersucht, die den höchsten Energieeintrag ins System bewirken. Hier wird dann ermittelt, welche Mengenströme bei Erreichen des maximal zulässigen Überdrucks über die Sicherheitsarmatur abzuführen sind.

Nach Identifizierung und Berechnung des höchsten Mengenstroms erfolgt dann die eigentliche Auslegung und Wahl der Sicherheitsarmatur.

Hierbei stehen dann auch unterschiedliche Bauarten zur Verfügung. Aber nicht nur die einzelne Sicherheitsarmatur ist zu betrachten, sondern auch die zu- und abführende Rohrleitung. Hier spielt dann der Druckverlust, der sich beim Abblasen über ein Sicherheitsventil ergibt eine wesentliche Rolle.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass die alleinige Berechnung eines Sicherheitsventils nur einen kleinen Anteil bei der Auslegung und Betrachtung des Störfalls einnimmt. Vielmehr liegt die eigentliche Tätigkeit darin, alle Betriebs- und Störfälle einer Anlage zu erfassen, die zu einem Überdruck eines Anlagenteils führen und qualitativ wie auch quantitativ zu bewerten.

Je nach Anwendungsfall kommen entsprechende Berechnungsvorschriften, welche in Normen festgelegt sind zur Anwendung. Weiterhin können thermodynamische Anlagenzustände erst mit Zuhilfenahme der Prozesssimulation quantitativ mit ausreichender Genauigkeit dargestellt werden.

Simulationen-von-Fackelsystemen-download-weyer-gruppe

 Unsere Dienstleistungen:

  • Ermittlung der relevanten Abblasefälle
  • Ermittlung aller relevanten Stoffdaten
  • Auswahl, Auslegung und Nachrechnung der Überdrucksicherungen
  • Auslegung / Nachrechnung der nachgeschalteten Systeme
  • Herstellerunabhängige Dokumentation

 

Ihre Ansprechpartner zum Thema Sicherheitsventile:


Daniel Seifert
weyer IngenieurPartner GmbH
Merseburg | Deutschland
+49 (0) 3461 2901-0
d.seifert@weyer-gruppe.com


Ulrich Pynappel
horst weyer und partner gmbh
Düren | Deutschland
+49 (0) 2421 69091-0
u.pynappel@weyer-gruppe.com


Andrzej Kędziora
Weyer Polska Sp. z o. o.
Puławy | Polen
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a.kedziora@weyer-group.com


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